Sunday, June 10, 2007

Neue Lebensabschnittsgefährtin

Sie ist groß, schlank und in reinstes Weiß gekleidet. Und sie kommt nicht etwa hier aus Huntington Beach, sondern wieder aus Santa Cruz in Nordkalifornien. Diesmal ist es auch endlich etwas Festes, nicht wieder nur so ein Wochenendflirt.
Wir gewöhnen uns gerade aneinander, sie ist manchmal noch ein wenig bockig, aber wir hatten auch schon viel Spaß miteinander. Die nächsten fünf Wochen werden sicher aufregend. Ich plane sie regelmäßig morgens vor der Arbeit und natürlich am Wochenende auszuführen.
Hier ein paar Bilder von meinem neuen Schatz:






7 Fuß und 6 Zoll, also knapp 2,30m. Klingt erstmal viel, aber wenn man wie ich von 9 Fuß (1 Fuß = 12 Zoll = 30,5 cm) kommt, dann wirken 7 1/2 Fuß erstmal recht kurz und liegen (Überraschung!) auch deutlich nervöser im Wasser. Aber was währe das Leben ohne Herausforderungen? Eben!

Morgen gibt's dann auch endlich die Auflösung, was das hier für komische Kisten sind.

Friday, June 08, 2007

Reizüberflutung

supermarket seizure, originally uploaded by unaesthetic.

Supermärkte in den USA; das Einkaufserlebnis wollte ich schon immer beschreiben. Dieses Foto kann es besser. Unbedingt mal in voller Größe anschauen.
Sieht viel aus - ist es auch. Und trotzdem weniger Auswahl als bei uns. Denn jedes Produkt im Regal gibt es quasi identisch von mindestens fünf verschiedenen Herstellern. Während man sich bei uns in Deutschland also aussuchen kann, was in der Packung drin ist, kann man sich hier in den Staaten aussuchen, was draufsteht.

Btw: Ganz hinten im Bild sieht man in zwei Reihen Kühlregale (Da, wo man sich die Erkältung holt, remember?). Die dürften so etwa 35-40m lang sein. Das hintere von beiden enthält Kuchen und Eiscreme. Ausschließlich. Kuchen. Eiscreme. 35m lang. 2 hoch. Eigentlich müsste man sich hier mal einen Tag lang hinsetzen und die ganzen Diätvogelscheuchen beobachten wie sie Höllenqualen erleiden, wenn sie an diesem Kühlregal vorbei müssen.

Wednesday, June 06, 2007

Dimensionen

Hier ein Jeep Wrangler.
Ein auch in unseren Breiten üblicher Geländewagen.
Nichts besonderes.





Hier ein Chevrolet Silverado.
Ein in Kalifornien üblicher Geländewagen.
Nichts besonderes.



Und hier mal beide zusammen zum Vergleich:
Der Chevrolet ist jetzt aber nicht etwa ein ungewöhnlich großes Auto - eher ist der Jeep ein ungewöhnlich kleines. Gelegentlich steht man hier an der Ampel und kann unter dem Wagen der neben einem steht bequem drunter durch schauen und dem Nachbarn auf der übernächsten Spur winken. Sowas würde bei uns im Fernsehen als Monstertruck gezeigt. Hier ist das nur der Anfang der Tuningmaßnahmen.
Die Dimensionen der Autos hier sind immer wieder beeindruckend, unberührt vom dem Hype um Hybrid-Autos und der Tatsache, dass Kalifornien die schärfsten Umweltgesetze der USA hat. Mit einer normalen deutschen Limousine im Format eines VW Passat gehört man hier größentechnisch immer noch eher ins untere Mittelfeld.
Man ist dann immer schnell gewillt mit der Moralkeule rauszukommen und die Sprit verschwendenden Amerikaner ob ihrer Ignoranz für Umweltprobleme zu verurteilen. Dazu vielleicht ein paar Zahlen:
Der Chevy Silverado oben links (6 Liter V8, 300 PS, Allradantrieb, 2m breit, 6,50m lang) kostet hier etwa genauso viel wie bei uns ein VW Golf (1,6 Liter 4-Zylinder, 115 PS, 1,80m breit, 4,20 m lang). Außerdem kostet der Sprit hier trotz dramatischer Preisanstiege in den letzten Jahren (über 50% seit ich das erste Mal hier war in 2004) umgerechnet immer noch nur € 0,65 pro Liter.
Wenn das Autofahren so billig ist, da soll sich mal jeder selber fragen, wie genau er darauf achten würde ein kompaktes, Benzin sparendes Auto zu kaufen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass es ziemlich leicht ist, der Faszination dieser Autokultur hier zu verfallen :-)
Deshalb will ich hier auch meinen Urlaub im Anschluss an die Arbeit mit dem Baby hier bestreiten:

Mustang Originally uploaded by Michael Buck

Der kostet übrigens soviel wie ein wie ein VW Polo...

Tuesday, June 05, 2007

Klimaanlagenterroristen

Keine Kalifornienreise ohne zünftige Klimaanlagenerkältung!
Im Supermarkt, im Restaurant und im Büro. Ganz unabhängig von der Außentemperatur laufen in allen Gebäuden in Cali die Klimaanlagen jederzeit auf Hochtouren. Die Folge: konstante Raumtemperaturen um die 18 Grad Celsius. Gut, wenn es draußen auch nur 18 Grad kühl ist und man entsprechend gekleidet ist. Schlecht, wenn draußen 30 Grad sind und man entsprechend gekleidet ist.
Wenn man hier einkaufen gehen will, dann sollte man nicht nur planen, was man einkauft, sondern auch, was man sich anzieht. Braucht man Dinge aus dem Kühlregal, dann sind kurze Hose und T-Shirt definitiv keine gute Wahl. Denn bei den Kühlregalen liegt die Temperatur nochmal mindestens gefühlte 10 Grad unter der des restlichen Marktes. It's freakin cold, man! Oder man rennt...
Da ich jedoch weder über irgendwelche planerischen Fähigkeiten verfüge, noch aus meinen Fehlern lerne, gab es natürlich auch dieses Jahr zu Beginn die standesgemäße Klimaanlagenerkältung. Verdammtes einergieverschwendendes krankmachendes Kalifornien!
Und den Rest gibt mir meine Putzfrau Reinigungsfachkraft. Jedesmal wenn ich aus dem Büro zurück ins Apartment komme ist die Klimaanlage auf 60 Grad Fahrenheit eingestellt. Are you fu**ing kidding me??? 15 1/2 Grad Celsius? Ich hatte ein Apartment mit Kühlschrank gebucht, keinen Kühlschrank mit Bett. Die will mich umbringen - ganz klar!

Strange things (again...)

Ich musste sogar zweimal den Scheibenwischer benutzen auf dem Weg zur Arbeit. Gerade noch einen standesgemäßen Sonnenbrand beim Surfen abgeholt und dann sowas.

Ach Californien, was ist nur aus dir geworden...?

Monday, June 04, 2007

Strange things happening (in Germany)

Das hat jetzt mal nix mit Cali zu tun. Naja, vielleicht doch ein bißchen - mein Board ist wieder weg und jetzt muss ich anderweitig Zeit totschlagen...

Ich glaub ich war mal einen Satz Scheibenwischer bei A.T.U kaufen - ist das meine Strafe?
(Mail von heute)

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Wobei...so ein Frauenpannen-Kurs? Hmmmm.... ;-)

Strange things happening

In Huntington Beach sieht es zur Zeit aus, als bereite man sich auf die Ankunft Ausserirdischer vor. Jemand sowas schon mal gesehen?

Selektives Erinnerungsvermögen

Puhhh - so langsam kehrt die Bewegungsfähigkeit zurück...
Es gibt so ein paar Dinge beim Surfen, die hatte ich schon erstaunlich gut aus meinen Erinnerungen verdrängen können. Zum Beispiel wie zerstört man nach einem Wochenende ist, an dem man sich in vier Sessions draußen in Wellen aufgerieben hat. In der Hinsicht gleicht das Surfen ganz verblüffend dem Snowboarden. Solange man auf dem Brett ist, ist alles super. Weh tut es erst, wenn man aufhört. Daraus kann man eigentlich nur einen Schluss ziehen...
Abhanden gekommen sind meiner Erinnerung auch Dinge wie: sich in den (am besten noch nasskalten) Neoprenanzug reinzuzwängen, sich nach dem Surfen wieder rauszuschälen (garstige Sache das, vor allem wenn man eh schon keine Kraft mehr in den Armen hat), die Tatsache, dass die Wellen scheinbar immer dann am größten sind, wenn man beim Rauspaddeln gegen sie ankämpfen muss, Strömung, permanenter Salzgeschmack im Mund, Oberarme die viel zu schnell ermüden und natürlich Wipeouts (frühzeitige und vor allem unfreiwillige Abgänge vom Brett, gerne gefolgt von ausgiebigem Wasserschlucken und akuter Orientierungslosigkeit unter Wasser).
Ob es deswegen weniger Spaß macht? Aber mitnichten! Gerade dann ist der Triumph umso größer, wenn man so ein fieses Biest von Welle unter Kontrolle und geritten bekommt. Oder dabei zuschaut, wie es gerade jemand anderes komplett zerlegt.
Vergessen hatte ich aber auch die netten Kleinigkeiten, die einem die Zeit vertreiben wenn man draussen auf das nächste Wellenset wartet. Etwas Smalltalk mit anderen Surfern. Pelikane, die elegant wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche an einem vorbeischweben. Robben oder Delphine, die sich zu einem gesellen (obwohl so ein Delphin auch ganz schön an Niedlichkeitsfaktor einbüßen kann, wenn er unvermittelt einen knappen Meter neben dir auftaucht) oder einfach das Rumpaddeln im Sonnenuntergang.
Hach... da ist es wieder, das selektive Erinnerungsvermögen. Klasse.

Saturday, June 02, 2007

Perfekter Tag - Perfektes Ende


Ich bin glücklich und fall jetzt um. Nothin' more to say...

Autotuning

Heute neuen Dachspoiler für das Auto besorgt, macht jetzt richtig was her! Die Chicks stehen schon Schlange ;-)

Aber nur geliehen. Muss ja erstmal rausfinden, ob die Sache mit dem Surfen überhaupt Spaß macht. Weiß man ja nich...